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Buchvorschläge

 

Die unten angeführten Bücher befassen sich mit der Thematik der “unheilbaren Krankheit” aus der Sicht von Menschen, die sie durchlebt haben, oft auch aus der Sicht von Menschen, die Kranke während ihrer Krankheit begleitet haben oder die rückblickend über den Tod nachdenken. Das eine oder andere Mal konnte die Krankheit besiegt werden, das sind jedoch Ausnahmen. In den meisten Fällen handeln die Bücher von den Gedanken der Kranken selbst, vom Schock über die Nachricht der schweren Krankheit, von den verschiedenen Reaktionen darauf, vom Nachdenken über das Leben und den Tod. Sehr oft erzählen die Hinterbliebenen von ihren Erfahrungen, wie sie die Krankheit begleitet haben und gerade durch das Schreiben versucht haben, mit dem Verlust eines Kindes, eines Ehepartners oder Lebensgefährten zurecht zu kommen.

Keines dieser Bücher erhebt den Anspruch, eine Lösung anzubieten für eine einzigartige, ganz individuelle Erfahrung. Die Bücher wollen Zeugnis ablegen für eine Erfahrung, die im wahrsten Sinne des Wortes als „extrem“ bezeichnet werden kann: extrem für den unheilbar kranken Menschen, extrem aber auch für jenen, der den Kranken bis zu seinem Ende begleitet. Beide sind, wenn auch auf verschiedene Art und Weise, gezwungen, mit der eigenen Existenz und mit dem Dasein im Allgemeinen abzurechnen.

In einer solchen Extremsituation kann das Lesen eine große Hilfe darstellen. Es wird keine Lösungen anbieten und keinen Trost, aber es hilft, gerade durch die Worte und Erfahrungen anderer zu sich selbst zu finden. Der kranke wie auch der begleitende Mensch kann durch die Erzählungen auf eigene Erlebnisse stoßen, er kann erfahren, dass die eigenen Gedanken und Ängste auch von anderen Menschen durchlebt worden sind. Die Geschichten können aber auch aufzeigen, wie sehr sich die eigenen Erfahrungen von jenen anderer unterscheiden und sie machen deutlich, wie einzigartig jeder Mensch ist. Das Wissen um die Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit des Körpers misst dem Geist eine vermehrte Wertschätzung bei: und gerade einem Anspruch des Geistes kommt das Lesen entgegen.

Die Geschichten, Gefühle, Entscheidungen jener Menschen, die eine unheilbare Krankheit erfahren haben, können den Kranken, ihren Angehörigen und Freunden helfen, ein wenig Trost zu finden, Antworten auszumachen, etwas Hoffnung zu schöpfen…